Mittwoch, 23. Mai 2012

Hoi An - Tag 1


Mit etwas Glück sind wir in Hoi An angekommen, denn unterwegs musste der Bus zwei Mal anhalten und der Fahrer mit einer Zange am Motor herumhantieren.

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

An den Reisfeldern sieht man, dass es im ganzen Land unterschiedliche Klimazonen gibt. Während im Norden (Ha Long Bucht) der Reis gerade auf den Feldern gewachsen ist, war es um die DMZ so, dass der Reis bereits abgeerntet und zum Trocknen aufgelegt wurde und um Hoi An wurden die Felder bereits entweder gerade gepflügt oder schon mit Wasser befüllt und neuer Reis gepflanzt. Hier im Süden, zumindest was wir vom Flieger aus sehen konnten, gab es nur noch wenige Felder und mehr Wald, sodass hier im Süden wohl kein so gutes Klima mehr ist für den Reisbau. War ganz interessant, das zu beobachten.




Während es in den Städten eine gute Abfallpoltik gibt, sieht man hier in ländlicheren Gegenden, was mit dem Müll passiert. Er wird einfach entlang der Straße abgeladen oder in kleinen Wäldchen abgeladen oder einfach hinter das Haus geworfen.  So wie man sich das halt auch von hier erwartet. In den Städten ist es so, dass täglich Müllmänner fahren und die Müllsäcke, die vor den Häusern stehen mitnehmen und entsorgen (wohin auch immer, das wissen wir nicht). Aber die Städte sind jedenfalls sauber und ordentlich, man hat nicht das Gefühl, dass überall etwas herumliegt und vergammelt.



Da wir gegen Mittag in Hoi An angekommen sind, blieb uns noch genug Zeit für einen Stadtbummel. Bereits nach einer Weile wurde uns bewusst, warum Hoi An auch „Die Stadt der Schneider“ genannt wird. Geschätzte 9 von 10 Geschäften sind Schneidergeschäfte, wo immer wieder schöne Kleider bzw. Herrenanzüge ausgestellt sind. Da es unzählige Schneidergeschäfte gibt, fragt man sich, wie jeder einzelne überleben kann. Aber irgendwie scheint es doch zu funktionieren.

Außerdem sind die Schneider sehr kreativ. Sie zeigen dir westliche Kataloge (z.B. La Redoute oder ein englischer Katalog namens Blueberry oder so ähnlich, in dem auch Pfundpreise angegeben waren), wo man sich aussuchen kann, was man gerne hätte. Sie können zwar alles nachmachen, aber Designer sind sie noch nicht. Überall findet man ziemliche ähnliche Ausstellungsstücke. Auch die Stoffe erschienen uns identisch.

In einem ersten Shop hätte Michi sich einen Rock gefunden, doch die Verkäuferin wollte einen sehr überteuerten Preis dafür haben. Auch das Verhandeln war sehr mühsam und stand in keinerlei Verhältnis zum Rock. Daher ging die gute Dame schlussendlich leer aus!

In einem Kleidershop hat Michi dann ein Kleid gesehen, dass ihr sehr gut gefallen hat. Schlussendlich hat sie sich entschieden, es zu kaufen. Nun ist sie stolze Besitzerin eines maßgeschneiderten Kleides.

Da wir grade in Shoppinglaune waren, haben auch unsere Souvenirs bereits gekauft. Wir haben uns drei Flaschenhalter für unsere Bar gekauft, die verschiedene Szenen aus dem vietnamesischen Alltag darstellen. Auch hier war es eine harte Feilscherei, aber zum Glück wussten wir den Preis schon aus Hanoi. Die Flaschenhalter hier waren aber deutlich schöner!

Hier ein paar erste Eindrücke von Hoi An:





Am Abend haben wir in einem typisch vietnamesischen Restaurant gespeist. Roli hatte Fisch im Bananenblatt und Michi mal wieder Reis mit Gemüse. Sie meidet ja so gut es geht Fleisch, da sie gesehen hat, wie es gelagert und verkauft wird. Aber Vegetarier haben es hier nicht unbedingt leicht.

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