Montag, 21. Mai 2012

Hué - Tag 1


Nachdem wir uns zu Fuß den Weg ins Zentrum gesucht haben (ca. 2 km zur Mittagshitze), haben wir uns in einem Hotel mit Zentrum die Zimmer zeigen lassen. Da die Zimmer in Ordnung waren, haben wir gleich das erst beste Hotel genommen.  Wie lange wir bleiben wollten, wissen wir noch nicht so ganz genau, daher haben wir das Zimmer mal nur für eine Nacht gebucht.

Nachdem wir uns unter die ersehnte Dusche gestellt haben sind wir los und haben uns im Pomodoro, einem neu eröffneten Lokal mit westlichem und vietnamischem Essen, unser Mittagessen gegönnt. Nachdem wir gestärkt waren, ging es auch schon wieder los mit Sightseeing: heute stand die alte Kaiserstadt (Zitadelle) am Programm.



Leider sind nur noch Teile der Zitadelle erhalten, da während des Indochina bzw. Vietnamkrieges der Großteil durch Bombenabwürfe zerstört wurde. Daher sind aktuell nur noch 20 von 148 Gebäuden erhalten. Danke Amerika! Doch trotzdem kann man die Größe der Anlage erahnen und findet überall noch Grundrisse, Teile von Mauern oder gefliesten Böden von den zerstörten Häusern. Die Zitadelle war wirklich sehenswert und irgendwie beeindruckend.



















Vor der Zitadelle steht ein Flaggenturm, der 37 m hoch ist und damit Vietnams größter Masten ist. Neben dem Flaggenturm finden sich 9 heilige Kanonen, die symbolische Beschützer des Palastes und des Königsreichs darstellen sollen. Gegen amerikanische Bomber hat das allerdings nichts genützt. Überall an den Mauern der Zitadelle finden sich Einschusslöcher aus dem Krieg.





Einschusslöcher aus dem Krieg

Unweit des Flaggenturms findet sich noch eine kleine Auswahl an Beutestücken aus dem Vietnamkrieg. Hier sind einige Panzer, Flugzeuge und Artilleriegeräte ausgestellt, die den Amis Invasoren abgenommen wurden. Wenn man sich vorstellt, dass diese Teile an einem vorbei fahren, bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun.




Zum Abschluss des Tages waren wir noch im ersten Supermarkt, den wir gefunden haben, einkaufen. Welche ein Wohltat! Endlich ein klimatisiertes Gebäude, wo die Lebensmittel gekühlt und für alles Preise ausgeschildert sind.

frisches Geflügel - was auch immer

Jede Menge frische Ware, inkl. Mehlwürmern

Anschließend sind wir noch durch den daneben liegenden Dong-Ba-Markt geschlendert und haben nur so gestaunt, was dort so verkauft wird. Von einer Apotheke, über ein Parfumgeschäft, getrockneter Fisch (riecht irrsinnig gut *gg*), frischen Fisch, Meeresfrüchte, Hühner (inkl. Kopf, nur gerupft) oder sämtliches anderes Fleisch (natürlich ungekühlt und auf einfachen Körben), Kleidung, Obst, Gemüse und Kräuter, Uhren, Schmuck und jede Menge vietnamesicher Ramsch. Unglaublich! Ein typisch asiatischer Markt eben. Natürlich darf nicht fehlen, dass zwischen den Ständen, wo es ohnehin schon sehr eng war, auch Moped- und Fahrradfahrer nicht fehlen durften. Wie immer ein Erlebnis, wenn man sich durch so einen Markt kämpft.





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