Nachdem wir uns zu Fuß den Weg ins Zentrum gesucht
haben (ca. 2 km zur Mittagshitze), haben wir uns in einem Hotel mit Zentrum die
Zimmer zeigen lassen. Da die Zimmer in Ordnung waren, haben wir gleich das erst
beste Hotel genommen. Wie lange wir
bleiben wollten, wissen wir noch nicht so ganz genau, daher haben wir das
Zimmer mal nur für eine Nacht gebucht.
Nachdem wir uns unter die ersehnte Dusche gestellt
haben sind wir los und haben uns im Pomodoro, einem neu eröffneten Lokal mit
westlichem und vietnamischem Essen, unser Mittagessen gegönnt. Nachdem wir
gestärkt waren, ging es auch schon wieder los mit Sightseeing: heute stand die
alte Kaiserstadt (Zitadelle) am Programm.
Leider sind nur noch Teile der Zitadelle erhalten,
da während des Indochina bzw. Vietnamkrieges der Großteil durch Bombenabwürfe
zerstört wurde. Daher sind aktuell nur noch 20 von 148 Gebäuden erhalten. Danke
Amerika! Doch trotzdem kann man die Größe der Anlage erahnen und findet überall
noch Grundrisse, Teile von Mauern oder gefliesten Böden von den zerstörten Häusern.
Die Zitadelle war wirklich sehenswert und irgendwie beeindruckend.
Vor der Zitadelle steht ein Flaggenturm, der 37 m
hoch ist und damit Vietnams größter Masten ist. Neben dem Flaggenturm finden
sich 9 heilige Kanonen, die symbolische Beschützer des Palastes und des
Königsreichs darstellen sollen. Gegen amerikanische Bomber hat das allerdings
nichts genützt. Überall an den Mauern der Zitadelle finden sich Einschusslöcher
aus dem Krieg.
| Einschusslöcher aus dem Krieg |
Unweit des Flaggenturms findet sich noch eine
kleine Auswahl an Beutestücken aus dem Vietnamkrieg. Hier sind einige Panzer,
Flugzeuge und Artilleriegeräte ausgestellt, die den Amis Invasoren abgenommen
wurden. Wenn man sich vorstellt, dass diese Teile an einem vorbei fahren,
bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun.
Zum Abschluss des Tages waren wir noch im ersten
Supermarkt, den wir gefunden haben, einkaufen. Welche ein Wohltat! Endlich ein
klimatisiertes Gebäude, wo die Lebensmittel gekühlt und für alles Preise
ausgeschildert sind.
| frisches Geflügel - was auch immer |
| Jede Menge frische Ware, inkl. Mehlwürmern |
Anschließend sind wir noch durch den daneben
liegenden Dong-Ba-Markt geschlendert und haben nur so gestaunt, was dort so
verkauft wird. Von einer Apotheke, über ein Parfumgeschäft, getrockneter Fisch
(riecht irrsinnig gut *gg*), frischen Fisch, Meeresfrüchte, Hühner (inkl. Kopf,
nur gerupft) oder sämtliches anderes Fleisch (natürlich ungekühlt und auf
einfachen Körben), Kleidung, Obst, Gemüse und Kräuter, Uhren, Schmuck und jede
Menge vietnamesicher Ramsch. Unglaublich! Ein typisch asiatischer Markt eben.
Natürlich darf nicht fehlen, dass zwischen den Ständen, wo es ohnehin schon
sehr eng war, auch Moped- und Fahrradfahrer nicht fehlen durften. Wie immer ein
Erlebnis, wenn man sich durch so einen Markt kämpft.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen