Mittwoch, 23. Mai 2012

Hoi An - Tag 2 (My Son)


Gleich in der Früh ging es zu den historischen Stätten von My Son. Hier kann man Tempelruinen der Cham besichtigen, die ab dem 7. Jahrhundert gebaut wurden und damit weit über 1000 Jahre alt. Leider sieht man nur noch die Ruinen und nicht mehr die gesamte Anlage, da diese im Vietnamkrieg von den Amerikanern zerbombt wurden. Was etliche Jahre im Dschungel vergessen wurde und unentdeckt blieb,  also gut erhalten war, fiel während der Jahre den Amerikanern zum Opfer. Welch eine Schande. Die Ruinen sind auch erst seit einigen Jahren für den Tourismus geöffnet, da es hier unzählige Tretmienen gab, die erst entfernt werden mussten. Die gesamte Anlage ist allerdings nach wie vor nicht geöffnet, da dort immer noch Mienen verborgen sein könnten. Mittlerweile versucht man mühevoll die Ruinen nach alten Fotos (von den Franzosen in schwarz-weiß fotografiert, ausgestellt in einem Museum in Da Nang) wieder zu restaurieren. Falls man bei den unzähligen Statuen in der Anlage die Köpfe vermissen könnte, findet man die Original-Köpfe und Hände im Louvre in Paris. Warum die Franzoschen nur die Köpfe und Hände mitgenommen haben, wissen auch nur die Franzosen. In der Anlage wurden die Köpfe und Hände nachträglich teilweise wieder dazu ergänzt.



Wie sie es damals schafften ohne Zementfugen zu bauen ist bis heute ungelöst.








Unser Guide war sehr serviceorientiert, nachdem das Louvre weit weg ist, stellt er kurzerhand seinen Kopf zur Verfügung.



Kurze Pause muss sein

Dschungelqueen

Zurück in Hoi An gings zur Kleidanprobe und die letzten Änderungen wurden bis zum Abend eingearbeitet. Ansonsten hat sich Michi noch 2 weitere Röcke anfertigen lassen und wären wir noch länger in Hoi An, hätte sich sicher noch das eine oder andere Teil gefunden.



Hoi An ist eine für uns untypische asiatische Stadt. Es geht hier sehr beschaulich zu, es gibt eine Fußgängerzone (in der aber nur Mopeds und Radfahrer unterwegs sind), es hat eine Altstadt mit vielen Häusern, die im chinesischen Stil erbaut und wirklich noch sehr gut erhalten sind. Großartige Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht, die Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst mit ihrem Flair.

Hier wieder ein paar Eindrücke:
























 

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